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PERSONAL-NEWS Nr.: 18.2025 AKTUELLE PERSONALVERÄNDERUNG IN DER BAU- UND IMMOBILIENBRANCHE PERSONALENTWICKLUNG DGFP // Kompetenzforum HR goes ESG ESG ist schon lange kein Thema mehr, über das Unternehmen als Randerscheinung hinwegsehen können. Hierbei spielt die Personalarbeit eine zentrale Rolle, schließlich ist sie in direkter Weise mit den Mitarbeitenden und deren Arbeitsbedingungen verbunden. Durch wirkungsvolle HR-Maßnahmen wird Nachhaltigkeit dabei zum Leben erweckt. Durch die regelmäßige transparente Dokumentation von Nachhaltigkeitsaspekten werden zudem der Status quo erfasst, Verbesserungspotenziale identifiziert und die Möglichkeit zum Fortschritt eröffnet. Eine Vielzahl von Organisationen hat hier bereits feste Pflichten zu erfüllen, während andere, die (noch) nicht Bericht erstatten müssen, sich dem Thema aus Überzeugung widmen. Denn die Etablierung von Nachhaltigkeit ist viel mehr als nur eine lästige Pflicht – sie ist im gesamtgesellschaftlichen Kontext notwendig und die Berichterstattung darüber ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Wie HR einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von Nachhaltigkeit leisten kann und zugleich den Herausforderungen in puncto ESG-Reporting effektiv begegnet, erfahrt ihr im Rahmen unseres DGFP // Kompetenzforums HR goes ESG. Profitiert von den Erfahrungen unserer Referierenden aus unterschiedlichsten Unternehmen und diskutiert eure Fragen und Erkenntnisse mit ihnen – online am 24. und 26. Juni 2025. Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., Linkstraße 2, 10785 Berlin, Fon +49 30 814 55 43-70, service@dgfp.de PERSONALRECHT Unwiderrufliche Freistellung bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ordentlich und stellt den Arbeitnehmer trotz dessen Beschäftigungsanspruchs von der Arbeit frei, unterlässt der Arbeitnehmer in der Regel nicht böswillig iSd. § 615 Satz 2 BGB anderweitigen Verdienst, wenn er nicht schon vor Ablauf der Kündigungsfrist ein anderweitiges Beschäftigungsverhältnis eingeht. Der Kläger war seit November 2019 bei der Beklagten beschäftigt, zuletzt als Senior Consultant gegen eine monatliche Vergütung von 6.440,00 Euro brutto. Die Beklagte kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 29. März 2023 ordentlich zum 30. Juni 2023 und stellte den Kläger unter Einbringung von Resturlaub unwiderruflich von der Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung frei. Der vom Kläger erhobenen Kündigungsschutzklage gab das Arbeitsgericht am 29. Juni 2023 statt, die von der Beklagten dagegen eingelegte Berufung hat das Landesarbeitsgericht am 11. Juni 2024 zurückgewiesen. Nach Zugang der Kündigung meldete sich der Kläger Anfang April 2023 arbeitssuchend und erhielt von der Agentur für Arbeit erstmals Anfang Juli Vermittlungsvorschläge. Die Beklagte übersandte ihm hingegen schon im Mai und Juni 2023 insgesamt 43 von Jobportalen oder Unternehmen online gestellte Stellenangebote, die nach ihrer Einschätzung für den Kläger in Betracht gekommen wären. Auf sieben davon bewarb sich der Kläger, allerdings erst ab Ende Juni 2023. Nachdem die Beklagte dem Kläger für Juni 2023 keine Vergütung mehr zahlte, hat er diese mit der vorliegenden Klage geltend gemacht. Die Beklagte hat Klageabweisung beantragt und eingewendet, der Kläger sei verpflichtet gewesen, sich während der Freistellung zeitnah auf die ihm überlassenen Stellenangebote zu bewerben. Weil er dies unterlassen habe, müsse er sich für Juni 2023 nach § 615 Satz 2 BGB fiktiven anderweitigen Verdienst in Höhe des bei der Beklagten bezogenen Gehalts anrechnen lassen. Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers hat das Landesarbeitsgericht ihr stattgegeben. Die dagegen erhobene Revision der Beklagten blieb vor dem Fünften Senat des Bundesarbeitsgerichts ohne Erfolg. Die Beklagte befand sich aufgrund der von ihr einseitig erklärten Freistellung des Klägers während der Kündigungsfrist im Annahmeverzug und schuldet dem Kläger nach § 615 Satz 1 BGB iVm. § 611a Abs. 2 BGB die vereinbarte Vergütung für die gesamte Dauer der Kündigungsfrist. Nicht erzielten anderweitigen Verdienst muss sich der Kläger nicht nach § 615 Satz 2 BGB anrechnen lassen. Der durch eine fiktive Anrechnung nicht erworbenen Verdienstes beim Arbeitnehmer eintretende Nachteil ist nur gerechtfertigt, wenn dieser wider Treu und Glauben (§ 242 BGB) untätig geblieben ist. Weil § 615 Satz 2 BGB eine Billigkeitsregelung enthält, kann der Umfang der Obliegenheit des Arbeitnehmers zu anderweitigem Erwerb nicht losgelöst von den Pflichten des Arbeitgebers beurteilt werden. Die Beklagte hat nicht dargelegt, dass ihr die Erfüllung des aus dem Arbeitsverhältnis resultierenden, auch während der Kündigungsfrist bestehenden Beschäftigungsanspruchs des Klägers unzumutbar gewesen wäre. Ausgehend hiervon bestand für ihn keine Verpflichtung, schon vor Ablauf der Kündigungsfrist zur finanziellen Entlastung der Beklagten ein anderweitiges Beschäftigungsverhältnis einzugehen und daraus Verdienst zu erzielen. Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12. Februar 2025 – 5 AZR 127/24 – Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg Kammern Freiburg, Urteil vom 3. Mai 2024 – 9 Sa 4/24 – PERSONALITERATUR Women at work Längst überholte Glaubenssätze überwinden. Einerseits sind Frauen zunehmend in Fach- und Führungspositionen vertreten. Gleichzeitig stehen sie jedoch unter enormen inneren Druck. Tief verwurzelte Glaubenssätze und gesellschaftliche Normen führen oft zu Erschöpfung, Selbstzweifeln oder sogar psychischen Krisen, die ihre berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dr. Silke Rusch deckt die verborgenen Muster auf, die Frauen in ihrer Karriere bremsen, und bietet praxiserprobte Methoden zur Überwindung dieser Barrieren. Sie beleuchtet die Ursprünge weiblicher Glaubenssätze und stellt wirkungsvolle Übungen vor, um die Work-Life-Balance zu verbessern und eine selbstbestimmte berufliche Vision zu entwickeln. Dieses Buch ist ein unverzichtbarer Begleiter für Frauen, die mental gestärkt ihre berufliche Entwicklung vorantreiben wollen. Inhalte: · "Ich genüge nicht“, "Ich bin eine Rabenmutter", „Macht ist böse“: Hinterfragung und Reflexion typischer Glaubenssätze, Impulse und Übungen zur Überwindung · Ein tiefgreifendes Verständnis für Symptome wie Erschöpfung, Ängste und Depressivität entwickeln · Praktische Übungen und gezielte Reflexionsfragen, um belastende Energiefresser zu identifizieren und loszulassen · Weibliche Überzeugungen und Führung: Reflexion über spezifische Barrieren und Möglichkeiten zur Entwicklung einer authentischen Führungsrolle Autor: Dr. Silke Rusch, 1. Auflage 2025, 228 Seiten, Haufe Verlag, ISBN: 978-3-648-18376-2, 43,99 € inkl. MwSt. PERSPERSONALGEDANKEN
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(letzte Aktualisierung: 02.05.2025) | [KONTAKT] |
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